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Gemälde - Gedichte - Drucke - Skulpturen - Erzählungen - Zeichnungen Home - Gedichte - Gedichte Kreuzfahrten 1990 - 2000 (1) |
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Gedichte von Levrai, 1990 bis 2000.
Abends: Zeit Gedichte 1998, Äugt Wilkinson, Gedicht 1997, anders: Gedícht 1996, auf gleich: Gedicht 1999, ausserhalb: Zeitgedicht 1998, autobahn: Gedicht 1997, birga, 1998, Cafe: Gedichte aus Wien 1998, Das Ende der Nacht: Liebesgedicht 1998. Der Ort: Gedicht über Einsamkeit. Die Nacht: Gedichte über die Sehnsucht. Verhandlung: 1997, Grenzland Österreich: Gedicht 1998, Januar, Wintergedicht 1999, Job, Gedicht 1996, kalte Tage, Wintergedichte 1999, Liebesgedicht 1998, Lizenz: Gedicht 1997, Mailand: Sommergedichte 1998, manchmal gesprochen: Gedicht 1998, Mangel, Gedichte zum Nachdenken 1999, mein baum: Gedicht 1999, Morgen: Gedicht 1999, Morgens beim Bäcker, Liebesgedicht 1998, nach England: Gedicht 1999. Rovereto: Gedicht 1999. Schattenweiße: Wintergedicht 1999, Straßenmenschen, Gedicht 1993, vier Jahre: Gedicht 1998, Wagramer Straße: Liebesgedichte aus Österreich 1999, Wahrheiten: Gedichte 1997, Weihnachten: Weihnachtsgedicht 1998. Zürch: Gedicht 1999, Zuerst sprachen wir: Gedicht 1999, Zur Arbeit: Gedicht 1998. Gedichte von Levrai. Gedichte der siebziger Jahre. Gedichte der achtziger Jahre. Gedichte der neunziger Jahre. Gedichte Übersicht. Liebesgedichte. Gemälde und Gedichte, Drucke und Skulpturen, Erzählungen und Zeichnungen. Gedichte. Gedichte über die Arbeit. Kurze Gedichte über die Liebe, Übersicht über Gedichte: Liebesgedichte und Dichtung, Gedichte der siebziger Jahre und Gedichte der achtziger Jahre. Gedichte der neunziger Jahre. Gedichte über Unruhe. Wintergedichte und WeihnachtsGedichte nach 2000. Plattdeutsche Gedichte, Kunst Museen Deutschland Kunst Museen International © Levrai, 2008.
Wild im Herzen
Als Treffpunkt diente ein Holzstuhl sezierender Bösartigkeit
Sie können mich beschuldigen wie sie wollen
Sie können mir doch Ich bin 40 und die Welt ist flach
Damals trug man Hosen mit Schlag Halsausschnitte mit Victoryzeichen
kratzte ein Loch in die Erde nannte es Baustelle
Der Abendmann liebt das Loch Immer Bier am selben Kiosk gekauft
Levrai, 1997.
Abends
Wie Sprache strähnig aus Hälsen schlägt in Gesichter Schlagzeilenschreie verkürzte Abendstunden lebt Wiederholung
Levrai,
Dezember 1998 Äugt Wilkinson
Mit vierzig verwischt die Zeit und äugt Zeit äugt (von Augen) äugt also über gerötete Hautstellen aknezerklüftet im Sommer manchmal gebräunt sonnengebräunte Haut Schnitte von doppelter Schneide
Hat Wilkinson einen Vornamen?
Zeit äugt (wie Augen) Männer leben vom Säugen Manchem reicht äugen äugt also
Hat Wilkinson einen Vornamen Äugt Wilkinson
Levrai, Mai 1997
anders anders beginnen die Tage in
St. Petersburg schweigsamer Vögel
Gesang flattert durch dünne Scheiben keinen Schritt von der
tiefen Straße keinen Schritt durch
verschlossener Münder Torbogen kein Eingang geöffnet keine Bank um nur
nicht Besitz zu ergreifen anders beginnen Tage in St.
Petersburg nach dem Umsehen
bückte ich mich und pflückte den Stängel eines
Unkrauts, das sich mir zuneigte die Farbe blieb in
St. Petersburg hinter verschlossenem Tor
Levrai,
1996, St. Petersburg.
Auf
gleich Wir
kümmern wir uns um die Details In
Beständigkeit Darin
werden Spätzle gekocht die in Stuttgart immer zu
weich sind Das
ist das, was herzieht Der
Unterschied Am
ganzen Körper ein Hautgefühl Wenn
Sie wissen Ja,
Gott bedeutet
Hinter Türen die Kreuze
Levrai 1999.
Außerhalb Der Fernseher fehlt für das Geld dieser Nacht Ist die Luft bei geöffnetem
Fenster stickig Ohne Zeitung Radio Der Raum springt
Eintretende an Über dem Hof die Kneipe Verkneipt vernachtet
verzeitet Nie hier sterben Nie hier lieben Bis zum Morgen die Fähre
Levrai,
Autobahn
Pfeilen gleich ziehen Gelbgesichter Weißgesichter zerren Gischtfahnen mit sich verlieren ihre Farbe in Nebelrändern heulendes Fauchen verrinnt im Nebel
Gesang der Wale
Levrai, 1997.
birga
birga, bist du da, birga ist da dein bruder im theatron
bist du dann da wenn du nichts willst du bist dann hier
gibt es nichts mehr hinzuzufügen
Levrai, 1996.
Buckel
Das Leben als Buckel Lieber tanzen als darben Oft Wirkt Der Bildausschnitt Zufällig Zu Hause beklemmt Auf dem Papier Scheint es ganz anders Und ihr Bild begleitete ihn
Levrai, März 1999.
Café Den Verlängerten hat
er genommen dabei auf den großen
Braunen geschielt hat die Schillinge
über den Tisch geraschelt ihr in den wie hätt
mers denn gern geschaut weshalb es kein
Trinkgeld gab weil die bleichen
Schuppen sich zwischen die Schultern
klammerten
Levrai,
Wien 1998.
Das Ende der Nacht
Nach dem Taumel der Nacht erwacht Schuld auf stumpfen Zähnen zerbissen, schwer in fleckigen Laken.
Ach, mein Schatz, komm her zu mir soll ich Dir was versprechen Schwüre kann man brechen.
Die Augen sind so tief dazu ein kleines Lachen muss man solche Sachen machen.
Sieh mich an, versprich es mir sag doch mal ick steh auf Dir Ich bin und trinke meinen Wein stehe dann auf einem Bein und bin auf einem Bein allein.
Levrai, Dezember 1998.
Der
Ort An
dem ort wo er einen fuß Auf
die erde setze Bin
ich schwarz und weiss
Einzelzimmer leben die nächte In
überhitzten räumen
Morgens vergebene träume Stieg sie
zu ihm in den wagen Mit den
farben Der nacht Eines fremden mannes
Fühlten
hände An
brüsten meine tränen Denn in
der bourgogne lebten
Weizenfelder ihre farbe und
Chattillon lachte an den ampeln Zu
den weinreben hinauf
Levrai,
September 1997.
Die Nacht
Die Nacht hab ich wach gelegen nebenan haben sie zwei Stunden lang gefickt sie hat gejault zwei Stunden in unterschiedlicher Lautstärke er grunzte nur kurz Die Nacht hab ich wach gelegen deine Stimme legte sich neben mich
Levrai, August 1999.
Die
Verhandlung Die
Verhandlung die
Liebe
Verwandlung die
Liebe der
Verlust die
Stimme die
Augen das
Telefon der
Abstand die
Liebe der
Verlust
Levrai,
Juni 1997.
Dieser Winter Dieser Winter
buntes Sterben und Das Werben des Frühlings widerspricht
Levrai, Juni 1982. Die
schmale Straße zur Grenze
Bemützt, das neue Land
Levrai, Grenzland Österreich
1998.
Januar
Über glatte Straßen
schieben glatte Menschen mit
glatten Händen an
der Ampel
warten glatte Knöpfe wer
wollte aus dem Haus
wenns doch gefährlich ist
glatt gefährlich ist
wenns doch alles glatt ist Levrai,
Januar 1999.
job Nach der
ganzen zeit vor
quadratischem glas zählte er
seine jahre auf den tisch wies nach
dass dies sein leben
aufgegeben und frankiert
ausgeträumt vom satten sein
geknittert die haut mit streben dann geh
ich jetzt mal
Levrai,
1996.
Kalte Tage
kalte Tage
laufen zwischen den Häuserzeilen
Filme mit Kratzern
steht am Rand des
Grabens einer jungen Buche
Kalte Tage stehen am Rand und
laufen Kratzer
Levrai,
Januar 1999
La
via La
via de Esperanza
Sonnenbrille schwarzes
Taschentuch
schattige Platanen so ruhten
Blicke in meinen
trotzdem im Hotel geparkt
weil man nie weiß
Levrai,
1999.
Liebe
Liebe Liebe, Liebe
Kinderreigen
Liebe.
Liebe Liebe, Liebe
Jahre schweigen Levrai,
November 1998.
Lizenz
Wenn Liebe Lizenz retten wollen Wer
schickt sie das
ist hier kein Ziel
Mehr kann ich dazu nicht sagen Das
verstehe ich nicht Hab
vergessen verstehe So
einfach ist das Macht es
Spaß
Levrai,
Januar 1999.
Mailand In
Mailand wie
in jedem Sommer
schwitzt grauer Dunst vor
Fenstern
geschlitztes Holz
geritztes Licht.
Alles ist hier warm
nichts schmerzt an
meinem Arm
gerillte Blätter
Levrai,
Mailand im Juni 1998.
manchmal gesprochen
Wenn Hans und Franz
nichts mehr geht bei
jedem
sticht rot im Ansatz Lügen
stellt deshalb gewarnt
behauptet allerdings nur
Äußeres genug
Wasser lebend schrill die
frei Geschaffenen
tanzen um die Tat wo
Sinn gefallen
üblich ist auf allen Seiten
friedlicher Verdacht Zu
früh ermutigt die
kurze Frist
versetzt die Lage
Wahr zu nehmen ist
völlig unklar
Allgemeiner Hinweis:
Zuordnung Wahl Vertreter
Dies um war für des
aufgrund möglich
Levrai,
November 1998. Mangel
Wer hätte schon gemeint dass alles glatt geht halb verhungert vor der gedeckten Tafel eine halbe Stunde
Reicht das Mahl wie weit zwei Körper nicht entfernt sind Körperhunger
Levrai, 1999.
Mein Baum
Vor meinem Haus da steht ein Baum der lacht und sieht mich an Kinder klettern rauf und klettern runter Der Hunde dabei der nutzt den Baum als Pinkelraum.
Mein Baum der fehlt mir könnt ich ihn nehmen nach Paris oder sonst nen andern Ort denn was mich alles dort betrifft ist fort.
Levrai, Juni 1999.
Morgen
Lieber heute als morgen Ohne Sorgen Qualitäten jäten Plaudernd aufzeigen was Regelmäßig belebt Zwischen zwei Schenkeln Blick in einen Spannungsbogen
Levrai, Juni 1999.
Morgens beim Bäcker
Morgens beim Bäcker fallen letzte Blüten der Nacht Vierfünfzig, bitte schwenkt durch den Raum ein seltsamer Traum aus frisch Gebackenem Auch noch ne Zeitung, bitte auf ein Lächeln zeige ein verschwiegenes Gesicht und werfe die letzte fallende Blüte hinüber auf Trauben-Nuss ruht ein letzter Kuss
Levrai, November 1998
Nach England
Nach drei Stunden Fahrt zum
ersten Mal das
Fenster geöffnet
Luft strömt herein
Regen trifft meine Schulter
Links, da muss auch Rotterdam bis
zum Hals im Öl stehen
Windräder zerschneiden Ankommende
Fährenscheiben im Bauch verpackt drehen
Glückspielscheiben neben der Bar Wellen,
sonst nichts
Levrai,
London, 1999.
Rovereto Wenn im Trentin keine
Zigaretten schmecken ändert sich doch das Wetter
nicht dunkle Wolken bewerben
bewirtet bewusst was
beweist dass im Rovereto keine
Zigaretten schmecken und hier und jetzo ist es
nicht bewölkt doch gestern bewarb der
Wein meine Zunge
Levrai,
Robereto, 1999.
Schattenweiße
Drängt helles Blau in
dunkle Stämme
färbt Schnee noch Ränder eines
nahen Waldes In
der Schattenweiße des
geflüsterten
Frühlings
lebt
erwartungsvolles Sehnen
Levrai,
Salzburg, Februar 1999.
Straßenmenschen Die
Schlangenpeitsche schleift und
kehrt zurück Sie
sind der Beweis denn Im
Grunde wollten
Späße getrieben werden
Äste und Zweige brachen es
verwirrte
Ging unter die Leute
aber die Menschen kamen
nicht mehr heraus Der
Druck der Füße auf dem Pflaster
brannte Kinder, schwebte und feixte In
der Mitte des Raumes standen Kerzen
flackerten in einer Art Entsetzen
Altäre Die
Straße belebte sich Sie
sind der Beweis denn Sie
hörten nicht auf zu sagen die
Dinge sind düster
nach wie vor
Levrai, 1993.
Vier
Jahre
Hatte Bedenklichkeit Erfolg ein
Spektrum Farben aus
Husten und aus einem
Nebenzimmer Stöhnen um
aus Wenigem was
noch nicht gelernt war
kein Gebet mehr als an
Zwischenräume einer Hoffnung
Hatte Bedenklichkeit ein
Spektrum von
Husten und aus Stöhnen was
noch nicht gelernt war
kein Gebet als
Zwischenräume einer Hoffnung
Bedenklichkeit ein
Spektrum aus
Wenigem
kein Gebet als
Hoffnung Ein
Spektrum aus
Wenigem
Levrai,
Oktober 1998.
Wagramer Straße In
den Armen träumte ich dich Bis
zu den Bäumen hinauf
Hielt dich bis zur Wagramer Straße Am
Prellbock knapp aus den Schienen
Gesprungen
Dann überquerte dein
Brief Die
Donau gefaltet auf Kreuz und
Diagonale entfaltet zwischen
Daumen und Zeigefinger Der
Fahrschein aufgehoben
Levrai,
1999.
Wahrheiten
Zwischen beiden spannte sich Eine Mitteilung Kleinerer Wahrheiten Während sie kaum die Worte Des anderen erwarten konnte Blieb jeder voneinander
Über den Zeilen Vor jedem Punkt Endete der Satz
Wenn keiner dem anderen Ein Wort stiehlt Und auch keinen Blick in Den Händen gelesener Wünsche Blinkt auf dem Bildschirm Ein Umschlag wie Gedanken Über den Tag gelaufen Hinein in die Tiefe des Abends Und verfluchter Nacht
Levrai, September 1997.
Weihnachten
Und die Welt wurde kälter Tage wurden zur Nacht und alles was lebte ins Eis gebracht Lächeln gefroren Stimmen erstickt zwischen wenigen Zeilen hat jemand genickt die Zeit wurde stiller Menschen schnell alt es ist halt kalt
Levrai, 1998.
Wolken über Russland Wolken über Russland Fahnen aus Eis
himmelwärts gerichteter Strom aus
Krumen blanker Äcker in brauner Erde und vor dem
Tor der Stadt zieht in den Wolken
über Russland Nach Osten wende ich mich drehe das Gesicht aus
stechendem Wind, vereist Dein Land hat eine dunkle
Farbe, Dörfer vergreist
Levrai,
1996.
Zürch
In Zürch klebte der Schnee an frostigen Autos und die Zeit stand am Vormittag hing in kältegezeugten Kristallen Aber auch sonst ist Zeit in Zürch nie gesehen worden und nicht viele rempelten die Zeit was nur in Zürch geht Zürcher Zeitrempler
Levrai, Zürich, Januar 1999.
Zuerst sprachen wir Dann liebten wir
Danach war die Zeit
Mit wenigen Handgriffen Über die Haut gestreift Mehr Zeit war nicht zu schneiden Und was noch mehr war
War nicht
zu erreichen
Levrai,
1999.
Zur
Arbeit Auf
dem Weg zur Arbeit spielte das Radio
spielte den ganzen Weg dann
jeden Morgen am Morgen vorgelesen
wechselten Ziffern zwischen 94.4 und 94.8
spielte den Weg mit wechselnden Ziffern zur
Arbeit spielt der Weg ein langes Bild
Levrai,
Januar 1998.
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