Gemälde und Ölgemälde in einer Online - Galerie und Ausstellung.Die geografische Lage Ostfrieslands

 

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Kleine Geschichte von Ostfriesland, Dr. Rudolpf Christoph Gittermann, 1823

 

Kleine Geschichte von Ostfriesland


Dr. Rudolpf Christoph Gittermann

 

 

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Andreas Achenbach, Düsseldorf 1885

 

6. Große Wasserfluthen. Einbruch des Dollarts. Erweiterung der harrlingerländischen Watten.

Im zwölften und dreizehnten Jahrhundert wurde Friesland zu wiederholten Malen mit furchtbar zerstörenden, die ganze Gestalt unsers Vaterlandes verändernden Wasserfluthen heimgesucht. Tausende von Menschen, Männern, Weibern und Kindern fanden ihr Grab in den Wellen. Besonders schreklich waren die Jahre 1164, worin 100,000 Menschen in den Fluthen umkamen, und 1277 bis 1287, in welchen der Dollart, ein Meerbusen zwischen dem jezzigen Ostfriesland und Groninger Land, sich bildete. Zuerst brach im Anfange des Jahres 1277, bei einem gewaltigen Sturm aus Nordwesten, der Jansumer Deich durch, der zu Ende desselben Jahres völlig wegspülte. Reiderland war jezt den wilden Meereswellen Preis gegeben, welche nach und nach, und besonders im Jahre 1287, wo heftige Wasserfluthen immer tiefer landeinwärts drangen, einen bedeutenden Landstrich mit 50 blühenden Dörfern und einer äusserst wohlhabenden Stadt, Namens Torum, gänzlich verschlangen. Da also, wo sich jezt ungestüme Meereswogen thürmen, war in früheren Jahrhunderten ein reges und fröhliches Leben freier und wohlhabender Landleute. Volkreiche Dörfer mit großen Kirchen und reichen Klöstern prangten in der anmuthigen Landschaft. Von dem allen ist jezt keine Spur mehr. Ueber die vormaligen mit üppigem Grase bedekten Weiden segeln nun — Schiffe, und da, wo die alten Reiderländer das schönste Korn ärndteten, fangen wir jezt Seefische. Indeß sind dem Dollart an der ostfriesischen sowohl als an der gröningerländischen Seite in späteren Zeiten wieder bedeutende Landstriche durch Eindeichungen abgewonnen, die gegenwärtig die schönsten und reichsten Polder in Ostfriesland ausmachen. So giebt das Meer das den Vätern entrissene Land in ungleich größerer Güte den späten Enkeln wieder. ..,

Wie der Süden des Landes durch den Einbruch des Dollarts, so litt auch der Norden desselben in dieser Periode große Revolutionen. Die harrlingerländischen Inseln Langeroge und Spikeroge waren vorhin nur durch ein schmales Wasser gegen Bense und Seriem über von dem festen Lande getrennt, so daß, nach einer alten nicht unwahrscheinlichen Sage, die Bewohner des Festlandes und der Inseln sich das Brod auf einer Ofenschaufel zulangen konnten. Jm dreizehnten Jahrhundert erweiterte sich aber durch starke Stürme und Strömungen dieses Fahrwasser; immer tiefer drang die See in das nicht gehörig geschüzte Land ein und riß eine bedeutende Strekke desselben weg. Wahrscheinlich wurden mehrere blühende Ortschaften ein Raub der Wellen. Von einen, schönen, ehemals dort gelegenen Dorfe, Otzum genannt, hat man noch im vorigen Jahrhundert zur Zeit der Ebbe nicht undeutliche Spuren bemerken wollen. Aber auch hier werden die Nachkommen der alten Harrlingerländer, die Haus und Hof und selbst ihren heimathlichen Boden in den Fluthen verloren, von Jahrhundert zu Jahrhundert mit fruchtbaren Anwächsen und Groden von dem befreundeten Meere beschenkt.

 

 

Torfabbau 2008 bis zum Horizont - soweit das Auge reicht. >>vergrößern<<

 

Fotos und Bilder von Ostrhauderfehn. Levrai, 2008.

 
   

 

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