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Bockwindmühlen - Deutsche Windmühle

 

 

Bockwindmühle, Andreas Achenbach 1885Bockwindmühle, auch Ständermühle, Kastenmühle oder Deutsche Windmühle genannt. Ältester Windmühlentyp in Europa. Das gesamte Mühlenhaus ruht auf dem „Hausbaum“, der senkrecht in einem unterhalb der eigentlichen Mühle befindlichen hölzernen „Bock“ befestigt ist. Durch die Lagerung auf dem Bock kann das Mühlengehäuse durch Hebelwirkung (Steert) mit Hilfe des Kröjwerks in den Wind gedreht werden.

Die Kraftübertragung durch Segelflügel auf die Flügelwelle. Durch ein Kammrad erfolgt die Kraftübertragung auf den Bunkler. Der Bunkler treibt den Spill an, der das Mahlwerk im Steinboden in Bewegung setzt. Der Mahlgang einer Bockwindmühle ist in der Regel rechtslaufend. Verfügt eine Bockwindmühle über einen zweiten Mahlgang, wird dieser über ein zweites Kammrad oder über einen zweiten Bunkler angetrieben. Über einen Aufzug können Getreidesäcke zum Steinboden befördert werden.

Seine Festigkeit erhält die Bockwindmühle über vier diagonale Standfinken, die auf Steinsockeln lagern. Über den Standfinken liegt der Sattel, bestehend aus vier verzapften Eichenbalken, die den Hausbaum fest umschließen. Der Bock liegt nicht genau mittig unter der Mühle, sondern ist zur Flügelseite hin verschoben, um Winddruck auszugleichen.

 

 

Beschreibung einer Bockwindmühle nach einer historischen Quelle

 

Bockwindmühle, historische Darstellung von 1834   "Fig. 15 (Bild links) zeigt die Einrichtung einer deutschen Windmühle. Die Flügelwelle AB ist etwas gegen den Horizont (unter einem Winkel von 10 — 15°) geneigt und durch sie wird die Bewegung auf das Mühlwerk übertragen.

In dem vordem Ende der Welle stecken vier starke, gegen ihre Enden dünner zulaufende Stangen rechtwinklig über Kreuz (die Windruthen).

Senkrecht auf den Windruthen sind Querhölzer (Sprossen, Scheiden oder Hecken) angebracht, welche in einer gleichen Ebene liegen und, wenn das durch sie gebildete Rechteck mit Brettern oder Segeltuch bekleidet wird, die Windflügel bilden.

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Die Flächen dieser Flügel bilden mit der Flügelwelle einen spitzen Winkel, und zwar nimmt die Größe dieses Winkels von den äußersten Enden der Windruthen bis an die Welle immer mehr zu, in der Weise, daß jeder Flügel nach Art eines Schraubenganges gleichsam gewunden erscheint. Ist die Mühle so gestellt, daß die Richtung des Windes mit der Welle parallel ist , so wirkt der Wind schief auf die Flügel, die durch ihr Ausweichen in Kreisbewegung versetzt werden. Damit die Mühle nach dem Winde gedreht werden kann, geht von der Hinterwand ein langer Baum, der sogenannte Sterz K in schiefer Richtung herab, welcher in den Hausbaum oder Ständer G H eingreift. An der Flügelwelle befindet sich das Kammrad D, welches in ein anderes Rad E eingreift, das an der Achse des Läufers befestigt ist. Da der Wind bald schwach, bald mit zu großer Stärke weht, so ist es erforderlich, die Flügelfläche nach der herrschenden Windstärke vermehren oder vermindern zu können. Bei dm gewöhnlichen Windmühlen wird dies durch das Ein - und Austhüren, oder durch Einbinden der Segel bewirkt."

 

Quelle: Hand- und Lehrbuch der Technologie, Dr. Johannes Rudolf Wagner, Leipzig 1860, S. 37f

 

Bockwindmühle in Papenburg

Die Bockwindmühle in Papenburg

 

"Bockwindmühlen sind nothwendig in ihrer Größe beschränkt, da bei jeder Veränderung des Windes das ganze Gebäude gedrehet werden muß. Fig. l ist ein Durchschnitt, welcher das Innere einer solchen Mühle zeigt. Das Mühlenhaus hat eine rechteckige Form und dem Winde steht eine schmale Seite entgegen. (...) Der außerhalb der Mühle liegende Theil der Welle ist stärker, quadratisch im Querschnitt und hat zwei quadratische Löcher, durch welche die Windruthen gehen und verkeilt sind. Auf der Welle sitzt das Kammrad, um die obere Hälfte seiner Peripherie geht eine Bremse von Holz, deren eines Ende befestigt, deren anderes aber mittelst einer eisernen Stange mit dem Hebel (...) verbunden ist, so daß durch ein Niederziehen des Endes von dem Hebel, die Bremse auf die Peripherie des Rades drückt und dadurch zu jeder Zeit der Gang der Mühle aufgehalten werden kann. Das Kammrad soll in einen Drehling greifen, der auf der Abbildung nicht dargestellt' ist.

Der untere Theil der Mühle nimmt den Bock ? auf, um welchen die Windmühle gedreht wird. Er besteht aus einem starken Baume, der dadurch senkrecht gehalten wird, daß man ihn in der Mitte zweier langen Balken einläßt, die ein großes Kreuz auf dem Boden und die Basis der ganzen Mühle bilden. Vier schräg stehende Streben, (...), welche von dem Grundkreuz bis zur Mitte der Spindel' gehen, sichern die senkrechte Stellung derselben. Die obern zehn oder zwölf Fuß sind rund bearbeitet, und gehen durch die Mitte der untern Abtheilung des Mühlengebäudes, in» dem am Boden derselben eine ringförmige Öffnung die Spindel genau umfaßt. Oben hat diese einen Zapfen, der in eine Pfanne tritt, welche in der Mitte des Bodens der obern Abtheilung des Mühlengebäudes an einem starken Balken befestigt worden ist. Dieser Balken muß nothwendig sehr stark sein, da er das ganze Gewicht der Mühle zu tragen hat. Auf diese Weise dreht sie sich frei auf dem Zapfen, während der Hals am Boden sie in der senkrechten Richtung erhält, (...) ist eine Treppe, um zu der Mühle aufsteigen zu können: sie ist durch (...) Haken mit der Hinterseite der Mühle verbunden, und an ihrem untern Ende ist ein Seil, M, befestigt und geht in schräger Richtung über Rollen in die Mühle, so daß die Treppe nach Belieben gehoben werden kann. Die gehobene Treppe dient, als Hebel zum Drehen der Mühle, welches entweder durch Menschen, oder durch eine Erdwinde bewerkstelligt wird. Die Winde ist beweglich und kann nach Belieben auf einer, von den in dem Boden befestigten, stehenden Wellen angebracht werden; ihr Seil wird deshalb an das untere Ende, der Treppe gehängt. Wenn nun die Mühle auf diese Weise die verlangte Richtung erhalten hat, so wird die Treppe auf den Boden nieder gelassen, und an der entgegengesetzten Seite von den Flügeln vorhanden, dient sie nicht allein dazu, um auf ihr empor zu steigen und die Mühle fest in ihrer Richtung z« erhalten, sondern sie wirkt auch als Strebepfeiler gegen das Bestreben des Windes, die Mühle umzuwerfen, welches sich bei den Windmühlen dieser Art zuweilen ereignet. Die Bockwindmühlen sind nicht allein in ihrer Größe, sondern auch in ihrer Anwendung zum Betriebe von Maschinerien beschränkt. Gewöhnlich werden sie als Kornmühlen benutzt und nur in Holland wendet man sie auch zuweilen zu anderen Zwecken an. Der Bock, auf welchem sich die Mühle dreht, ist alsdann nach sehr großen Dimensionen gemacht und ist in der Mitte hohl, so daß eine senkrechte Welle hindurchgehen kann, welche die Betriebskraft in ein unter der Mühle besindliches Gebäude leitet. Auf diese Weise kann eine Bockwindmühle zum Betriebe einer Sagemühle, einer Papiermühle, oder zu irgend einem andern Zweck angewendet werden. Jedoch ist die Construction zusammengesetzter und minder zweckmäßig, als die einer Windmühle mit beweglichem Dach..."
 

Quelle: Encyklopädisches Handbuch des Maschinen- und Fabrikenwesens, Carl Hartmann, Leipzig 1838, S. 181f

 

Bockwindmühle in den Niederlanden

Bockwindmühle in Usselo bei Enschede, NL

 

Bockwindmühle in Dornum

Bockwindmühle in Dornum mit umbautem Bock

 

 

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Fotos und Bilder von Windmühlen in Ostfriesland: Levrai